Wasserversorgung

Wasseraufbereitungsanlage Haidenburg

Nach fast zweijähriger Bauzeit und 1.3 Millionen Euro Investitionskosten ging im Oktober 2007 die umgebaute und modernisierte Aufbereitungsanalge der gemeindlichen Wasserversorgung in Haidenburg in Betrieb. Mit dieser hochmodernen Anlage wurde die Voraussetzung für die Lieferung von einwandfreien Trinkwasser nach derzeitigen Stand der Technik geschaffen.Ein weiterer wichtiger Beitrag für die Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensmittel Nr. 1 wurde erreicht und zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen beigetragen. Ebenso wurde die Entwicklung der Hauptortes Aldersbach und des Umlandes begünstigt.
Wasserversorgung Aldersbach

 

wasseraufbereitung historie

 

- Von der Historie bis Heute -

Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts (unter Abt Hugo, 1295-1308) wurde hier in Aldersbach eine erste Wasserversorgung, von Gumperting zum Kloster nach Aldersbach angelegt. Der vorausgegangene Versuch eine Wasserleitung von Edelsbrunn nach Aldersbach zu verlegen, scheiterte an der Überwindung des Wiflinger Berges (siehe W. Marius und H. Kalhamer).
Der Grundstock der heutigen, gemeindlichen Wasserversorgung wurde in den 60er Jahren durch die Erschließung der Quellen Edelsbrunn (1,5 l/s) und Gaiseck (2 l/s), sowie dem Bau des Hochbehälters in Eck gelegt. Durch die Gebietsreform, Betriebsansiedlungen, Wohnungsbau sowie gestiegener hygienischer Bedürfnisse, gerieten diese beiden Quellen Ende der 70er Jahre an ihre Grenzen.
Als „Zwischenlösung“ kaufte die Gemeinde Aldersbach den bereits bestehenden Tiefbrunnen und Hochbehälter der Familie von Aretin in Häusling. Nachdem aber auch hier schnell abzusehen war, dass auch dieses Wasserangebot auf Dauer nicht ausreicht, entschlossen sich die damals Verantwortlichen einen neuen Tiefbrunnen und Hochbehälter zu errichten.
Erschwerend kam hier hinzu, dass aufgrund gesetzlicher Bestimmungen eine Verlängerung des „wasserrechtlichen Bescheides“ über die Nutzungserlaubnis von Edelsbrunn und Gaiseck nicht mehr in Frage kam.
Geologen und 2 Wünschelrutengänger (einer davon war der heutige Bürgermeister Franz Schwarz) bestimmten nach ausgiebiger Suche einen Punkt im Haidenburger Forst, an dem dann tatsächlich in 159 m Tiefe Wasser, zwar eisenhaltig, ansonsten aber in guter Qualität und ausreichender Menge erbohrt wurde (1982). Um das Eisen im Wasser reduzieren zu können, wurde im neuen Hochbehälter eine Aufbereitungsanlage installiert. Um dem weiter steigenden Wasserverbrauch und den neuen Anforderungen der Trinkwasserverordnung gerecht zu werden, entschloss sich die Gemeinde Aldersbach im Jahr 2005 eine neue, leistungsfähigere Aufbereitungsanlage zu erstellen (20 l/s). Neben dem bewährten Ingenieurbüro Richter aus Passau, konnte für den technischen Teil das Ingenieurbüro Sixt, Heiß & Partner aus Markt Schwaben, sowie für die Elektroplanung HPE aus Johanniskirchen gewonnen werden.
Die neue Aufbereitungsanlage ging im August 2007 in den Probebetrieb und liefert bereits hervorragende Ergebnisse.
Die aufgelassenen Hochbehälter in Eck und Häusling wurden zwischenzeitlich zu Löschwasserzisternen umgerüstet.

Technische Daten (Stand 31.12.2006)
* Speichervolumen im Hochbehälter 2 x 750 m3
* Eingebaute Wasserzähler 1454 Stück
* Wasserhauptleitungen 63,6 km
* Hausanschlussleitungen 43,6 km

Historie Hochbehälter / Aufbereitung

Im Dezember 1982 wurde die Hauptbohrung für den Tiefbrunnen Haidenburg niedergebracht.
Die Tiefbrunnenbohrung hat einen Durchmesser von 400 mm und eine Tiefe
von 159 m. Der Pumpversuch ergab eine für die Wasserversorgung Aldersbach ausreichende Schüttung. Die damalige Wasseruntersuchung stellt mit Ausnahme des Eisengehalts eine einwandfreie Wasserqualität fest. Der erhöhte Eisengehalt ist gesundheitlich unbedenklich, führt jedoch zu Trübung und Verfärbung des Wassers.
Am 6. April 1983 wurde mit dem Bau des Hochbehälters Haidenburg begonnen. Der Hochbehälter hat eine Speicherkapazität von 1500 m3. Der Hochbehälter besteht aus zwei Wasserkammern a 750 m3 Inhalt, einem Bedienungskeller in dem ausreichend Platz für die damalige Aufbereitungsanlage vorhanden war und dem Bedienungshaus.
Die erste Aufbereitungsanlage und der Hochbehälter wurden im November 1984 offiziell in Betrieb genommen. Im Frühjahr 1984 wurde der Brunnenvorschacht und die Brunneninstallation vorgenommen. Die in 55 m Tiefe hängende Pumpe hat eine Förderleistung von 23 l/s bei einer Förderhöhe von 130 m. Die Pumpe benötigte hierfür eine Motornennleistung von 42 KW.

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 pdf  Bohrschema Tiefbrunnen (2,72MB)
 pdf Festschrift vom 26. Oktober 2007 anlässlich der Einweihung der neuen Aufbereitungsanlage (1,20 MB )
 
 Bilder zu Baumaßnahme

 

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